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Der
Seestern
Ein
furchtbarer Sturm kam auf. Der Orkan tobte. Das Meer wurde
aufgewühlt und meterhohe Wellen brachen sich ohrenbetäubend laut am
Strand.
Nachdem das Unwetter langsam nachließ, klarte der
Himmel wieder auf. Am Strand lagen aber unzählige von Seesternen,
die von der Strömung an den Strand geworfen waren.
Ein kleiner Junge lief am Strand entlang, nahm
behutsam Seestern für Seestern in die Hand und warf sie zurück ins
Meer.
Da kam ein Mann vorbei. Er ging zu dem Jungen und
sagte: "Du dummer Junge! Was du da machst ist vollkommen sinnlos.
Siehst du nicht, dass der ganze Strand voll von Seesternen ist? Die
kannst du nie alle zurück ins Meer werfen! Was du da tust, ändert
nicht das Geringste!"
Der Junge schaute den Mann einen Moment lang an. Dann
ging er zu dem nächsten Seestern, hob ihn behutsam vom Boden auf und
warf ihn ins Meer. Zu dem Mann sagte er: "Für ihn wird es etwas
ändern!"

Ein
Geschäftsinhaber hatte ein Schild an seine Tür geklebt, darauf war
zu lesen: Hundebabys zu verkaufen. Dieser Satz lockte Kinder an.
Bald erschien ein kleiner Junge und fragte: "Für wie viel verkaufen
Sie die Babys?"
Der Besitzer meinte: "Zwischen 30 und 50 Euro." Der kleine Junge
griff in seine Hosentasche und zog etwas Wechselgeld heraus. "Ich
habe 2 Euro und 37 Cent, kann ich sie mir anschauen?"
Der Besitzer grinste und pfiff.
Aus der Hundehütte kam eine Hündin namens Lady, sie rannte den Gang
seines Geschäftes hinunter, gefolgt von fünf kleinen Hundebabys.
Eins davon war einzeln, weit hinter den anderen.
Sofort sah der Junge den humpelnden Kleinen. Er fragte: "Was fehlt
diesem kleinen Hund?"
Der Mann erklärte, dass, als der Kleine geboren wurde, der Tierarzt
meinte, er habe ein kaputtes Gelenk und wird für den Rest seines
Lebens humpeln.
Der kleine Junge, richtig aufgeregt, meinte: "Den kleinen Hund
möchte ich kaufen."
Der Mann antwortete: "Nein, den kleinen Hund möchtest du nicht
kaufen.
Wenn du ihn wirklich möchtest, dann schenke ich ihn dir."
Der kleine Junge war ganz durcheinander.
Er sah direkt in die Augen des Mannes und sagte: "Ich möchte ihn
nicht geschenkt haben. Er ist ganz genauso viel wert wie die anderen
Hunde und ich will für ihn den vollen Preis zahlen.
Ich gebe Ihnen jetzt die 2,37 Euro und 50 Cent jeden Monat, bis ich
ihn bezahlt habe."
Der Mann entgegnete: "Du musst den Hund wirklich nicht bezahlen.
Er wird niemals rennen, spielen und hüpfen können wie die anderen
kleinen Hunde."
Der kleine Junge langte nach unten und krempelte sein Hosenbein
hinauf und zum Vorschein kam sein schlimm verkrümmtes, verkrüppeltes
linkes Bein, geschient mit einer dicken Metallstange.
Er sah zu dem Mann hinauf und sagte: " Naja, ich kann auch nicht so
gut rennen und der kleine Hund braucht jemanden, der Verständnis für
ihn hat."
Der Mann biss sich auf seine Unterlippe. Tränen stiegen in seine
Augen, er lächelte und sagte:
"Mein Junge, ich hoffe und bete, dass jedes einzelne dieser
Hundebabys einen Besitzer wie dich haben wird."
Im Leben kommt es nicht darauf an, wer du bist, sondern dass jemand
dich dafür schätzt, was du bist; dich akzeptiert und liebt
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